Flamingoblume - die glanzvoll Blühende

Anthurium scherzerianum/A. andreanum

Die Anthurie, auch bekannt als Flamingoblume, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen hierzulande. Das mag an ihrer Vielseitigkeit liegen: sie kommt in großen Kübeln genauso schön zur Geltung wie als Schnittblume in den verschiedensten Blumenarrangements oder Blumensträußen. Das auffallende Hüllblatt jedoch kennen wir größtenteils als leuchtend rot, es gibt aber auch Züchtungen in weiß oder lachsfarben. Besonders attraktiv wirkt es durch seine wie lackiert glänzende Oberfläche.

Vereinzelt habe ich in Büchern zur Zimmerpflanzenpflege gelesen, dass die Anthurie größtenteils für die Haltung in der Wohnung zu empfindlich sei. Viele meiner Freunde haben jedoch seit Jahren schöne Flamingoblumen, und auch in öffentlichen Gebäuden oder Büros sieht man sie gern in Pflanzenkübel-Arrangements. Wahrscheinlich sind die neueren Züchtungen robuster als noch vor einigen Jahren.

 

Standort

© Maja Dumat, PIXELIO

Wie viele andere aus den Tropen stammende Pflanzen auch mag es die Anthurie gerne warm, mit hoher Luftfeuchtigkeit. Um diese zu prüfen, empfehle ich die Verwendung eines Hygrometers. Wer schon ohne tägliches Sprühen eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 70% hat (bei den heute üblichen modernen und sehr dicht schließenden Fenstern), der sollte unbedingt öfter lüften, gleichmäßg heizen (im Winter) und evtl. ein Entfeuchtungsgerät anschaffen. Denn zu hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass sich Kondenswasser an den Wänden absetzt, was dann unweigerlich zu Schimmelbildung an den Wänden führt, den man dann nur schwer wieder los wird, von der gesundheitlichen Gefahr ganz zu schweigen. Hohe Luftfeuchtigkeit macht nur Sinn bei gleichbleibenden warmen Temperaturen, denn je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen.
Bei direktem Sonnenkontakt können die Blätter verbrennen, lieber halbschattig stellen.

 

Gießen & Düngen

© Verena N., PIXELIO

Wie schon oben beschrieben, braucht die Flamingoblume viel Feuchtigkeit: der Ballen sollte nie austrocknen. Deshalb eignet sich die Pflanze recht gut für Huydrokultur. Das Substrat sollte einen hohen Anteil an Torf enthalten (kann man selber anmischen), und idealerweise wird mit weichem Wasser gegossen.

Während des Wachstums (das ist die Zeit bis zur Blütenbildung) verträgt die Anthurie alle 2 Wochen einen Volldünger, aber stark verdünnt. Eine Empfindlichkeit hat die Flamingoblume tatsächlich: sie reagiert sehr empfindlich auf einen zu hohen ph-Wert: dann hängen die Blätter und werden gelb. Auch zu hoch dosierter Dünger kann diese Wirkung haben.

 

Sonstige Pflegemaßnahmen

© Harald-KU, PIXELIO

Wenn man die in den obigen Kapiteln beschriebenen Dinge beherzt, dann macht die Anthurie viel Freude. Die Blüten zeigen sich das ganze Jahr über. Zu lange Stiele sollte man an eine Stütze binden, sonst könnten sie umknicken. Verwelkte Triebe immer entfernen.