Lanzenrosette
Aechmea fasciata
Die Lanzenrosette ist eine sehr stattliche Pflanze. Im süd- und mittelamerikanischen Regenwald wächst sie meistens in Astgabeln und bezieht ihre Nahrung wie alle Epiphyten aus der Luft und dem Regenwasser. Charakteristisch ist die zarthellgrau-grüne Melierung der Blätter, die sehr lang werden können. Achtung: die kleinen Zacken am Rand der Blätter sind so scharf, dass man sich daran verletzen kann.
Die Blütenhochblätter sind meistens rosa, bei anderen Sorten rot oder orange-gelb. Die eigentlichen winzigen Blüten sitzen zwischen den Hochblättern und können ebenfalls unterschiedliche Farben haben. Nach dem Verblühen halten sich die sehr dekorativen Hochblätter noch monatelang.
Standort
Die Aechmea mag es gerne hell und verträgt auch mal für kurze Zeit pralle Sonne. Überhaupt ist sie sehr genügsam und pflegeleicht. Für einen Epiphytenbaum ist sie hervorragend geeignet, man sollte aber ihre Größe (und ihr künftiges Gewicht) beim Aufbinden berücksichtigen.
Wie in ihrer Heimat - dem Regenwald - mag sie eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, aber sie kommt auch für kurze Zeit mit trockenerer Zimmerluft aus. Bewegte Luft wird gut vertragen, da man gerade bei hoher Luftfeuchtigkeit auf die Vermeidung von Schimmelbildung achten sollte.
Gießen & Düngen
Ganz wichtig: Die Lanzenrosette will immer in ihren Trichter gegossen werden! Es muss immer Wasser im Trichter stehen. Dagegen muss die Erde nicht unbedingt immer feucht sein. 3-4 mal pro Jahr sollte man das Wasser im Trichter entfernen, diesen von Rückständen reinigen und frisches Wasser einfüllen. Wichtig: immmer enthärtetes Wasser benutzen! Ich nehme hierfür meinen Britta-Wasserfilter. Man kann das Wasser auch abkochen und abkühlen lassen. Ideal ist auch Regenwasser (aber nicht aus alten rostigen Regenrinnen, sondern "direkt vom Himmel").
Beim Düngen habe ich gute Erfahrungen mit Kakteendünger gemacht, immer nur schwach dosieren, und auch sparsam - und verdünnt - bei jedem 2. Düngen etwas Düngerlösung in den Trichter gießen.
Sonstige Pflegemaßnahmen
Die pflegeleichte Lanzenrosette stellt nur wenig Ansprüche. Evtl. verfaulte oder welke Blütenstände schneidet man mit einem scharfen Messer ab. Steht sie zu dunkel, kann es passieren, dass sie nicht blüht.
Wenn nach der monatelangen Blütezeit kleine Seitentriebe erscheinen (Kindel), kann man diese abtrennen und in eine Mischung aus Blumenerde, Torf und Sand setzen. Die kleinen Ableger sollten aber schon Wurzeln gebildet haben, bevor man sie von der Mutterpflanze abschneidet. Diese können schon nach 2 Jahren zur Blüte kommen.

