Brautmyrte: dekorativ und sensibel

Myrtus communis

Die Myrte ist eine Pflanze, mit der nicht jeder Glück hat. Sie hat sehr dekorative dunkelgrüne Blättchen, die dicht an den vielen Zweigen sitzen. Sie bekommt von Mai-Juli kleine weiße Blüten und später beerenartige Früchte. (nicht essbar)

 

Standort

Brautmyrte.

Wie in ihrer Heimat am Mittelmeer liebt sie den Aufenthalt an frischer Luft und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb könnte man in trockenen geschlossenen Räumen Schwierigkeiten mit ihr bekommen. Regelmäßiges Sprühen und die Nutzung von Verdunstungsgeräten können hier Abhilfe schaffen. Im Winter jedoch, wenn die Myrte definitiv nicht mehr draußen stehen kann, reichen ihr 5°-10° C an einem hellen und luftigen Standort.

 

Gießen & Düngen

Am besten hält man eine Myrte immer leicht feucht, aber ohne dass sich Staunässe bildet. Da sie recht kalkempfindlich ist, empfehle ich entkalktes oder abgekochtes Wasser zum Gießen, aufgefangenes Regenwasser ist natürlich auch prima.
Im Winter während der Ruhezeit darf die Erde der Brautmyrte auch mal etwas antrocknen.
Im Frühjahr beginnt man langsam mit den Düngergaben uns steigert dann bis zum Sommer auf ca. 2 g Volldünger/Liter Wasser, alle 2 Wochen geben. Zum Herbst dann die Düngezufuhr wieder langsam verringern, im Winter das Düngen einstellen.

 

Sonstige Pflegemaßnahmen

Die Myrte lässt sich leicht durch Kopfstecklinge vermehren, idealerweise schneidet man sie so, dass etwas Holz am Steckling mit dran ist. Die Stecklinge am besten in kleine Töpfchen setzen und abdecken, um sie vor Zugluft zu schützen. Ca. 16° C wären ideal, stehen sie zu warm, welken sie.
Die Brautmyrte lässt sich durch regelmäßigen Beschnitt in verschiedene gewünschte Formen bringen, wird dadurch schön buschig, blüht aber wahrscheinlich weniger.