Aasblume, Sheriffstern - schöne Blüten, fieser Duft

Stapelia

Die Aasblume, auch Sheriffstern oder Ordensstern genannt, findet man relativ selten im Blumengeschäft, eher dort, wo viele Kakteen oder Sukkulenten verkauft werden, und natürlich bei passionierten Sammlern.
Der größte Teil der Pflanzenfamilie, zu der die Aasblume gehört, stammt aus Südafrika, dort gibt es etwas einhundert bekannte Arten. Allen gemeinsam sind wunderschöne, 10-35 cm große Blüten - und ein fieser "Duft" nach verfaultem Fleisch, der in der Natur dem Zweck dient, Aasfliegen zur Bestäubung anzulocken.
Die meisten Arten bleiben eher klein, ranken und bilden mit der Zeit dicke Polster. Es gibt aber auch aufrecht wachsende Arten, die einen bis zu 20 cm hohen Stamm bilden können.

 

Standort

Meine Aasblume blüht.

Als Sukkulente mag es die Aasblume sehr hell, aber die grelle Sonne eines Südfensters verträgt sie nicht. Ein Platz im Wintergarten - wo meine Aasblume auch steht - ist ideal für sie. Sie mag es auch gerne warm, die Temperatur sollte nie unter 10°C liegen, sonst fängt sie an zu kümmern. Dezente Zugluft hat sie bisher ganz gut vertragen, aber ich würde es eher nicht darauf ankommen lassen, vor allem wenn sie blüht.

 

Gießen & Düngen

Aasblume von © Annamartha, PIXELIO

Mit dem Gießen der Aasblume habe ich selbst so einige Experimente hinter mir. Ich gieße sie mit entkalktem Wasser und achte streng darauf, dass im Übertopf kein Wasser stehen bleibt, sie fängt sonst unweigerlich an zu faulen, was man aber bei rankenden Pflanzen nicht sofort wahrnimmt. Regelmäßiges Lüften am Standort ist deshalb sehr wichtig. Eher kann man die Erde auch mal austrocknen lassen. Dünger braucht sie keinen.

 

Sonstige Pflegemaßnahmen

Sherriffstern mit Blüte.

Trotz aller Pflege hatte ich einmal hartnäckige Wollläuse an meiner Aasblume. Da ich eine Katze habe, kommen chemische Mittel nicht in Frage. Ich habe durch Absammeln und wöchentliches Abduschen die Plage in den Griff bekommen, wobei man bei dieser Methode sehr darauf achten muss, dass die Pflanze aufgrund der häufigen Wasserzufuhr nicht fault. Außerdem sind die Ranken sehr weich, sodass sie leicht abbrechen können. Viel Lüften!