Kalanchoe, Flammendes Käthchen
Kalanchoe blossfeldiana
Die aus Madagaskar stammende Kalanchoe gehört zu den Dickblattgewächesen. Man sieht sie hierzulande sowohl auf Fensterbänken als auch ab dem zeitigen Frühjahr in vielen Blumenbeeten. Sie blüht in weiß, rosa, gelb, rot, mittlerweile gibt es auch mehrfarbige und gefülllte Sorten. Man kann sie durch Kurztagbehandlung das ganze Jahr über zum Blühen bringen.
Standort
Die Kalanchoe mag es gerne hell und warm, während der Blüte auch sonnig. Sie verträgt trockene Luft sehr gut, allerdings muss man dann auf evtl. Milben- oder Lausbefall achten. Besonders hübsch sehen mehrere Sorten nebeneinander aus oder in Kombination mit anderen Grünpflanzen. Sie kann zwar mehrere Jahre alt werden, wird aber häufig als Saisonpflanze verkauft. Das mag daran liegen, dass ältere Pflanzen oft im unteren Bereich viele Blätter verlieren oder sparrig wachsen. Meist wird sie vor allem wegen ihrer auffallenden leuchtenden Blütenstände gekauft.
Gießen & Düngen
Wie die meisten Dickblattgewächse ist die Kalanchoe sehr empfindlich gegen Staunässe, Wurzeln und Stamm können sehr schnell faulen oder von Pilzen befallen werden. Meist ist die Pflanze dann nicht mehr zu retten, wenn möglich, kann man noch Kopfstecklinge abnehmen, einige Tage lang in einem dunklen Gefäß bewurzeln lassen und dann einpflanzen.
Für ihre üppige Blütenpracht braucht die Kalanchoe einen Volldünger alle 1-2 Wochen im Gießwasser.
Sonstige Pflegemaßnahmen
Sollte man tatsächlich eine Kalanchoe nach der Blüte behalten, wird man feststellen, dass sie schnell weiterwächst und evtl. auch anfängt zu ranken. Die Triebe können dann an der Basis verholzen und - leider - verkahlen. Wenn man nicht gerade Gewächshausbedingungen hat, dann ist es nach meinen Erfahrungen recht schwierig, die Schönheit der Kalanchoe auch als ältere Pflanze zu erhalten. Die Blüte ist dann nicht mehr so üppig, und der Wuchs eher gestreckt. Mit dem Kürzen der Triebe habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht, die Pflanze quittierte den gutgemeinten Schnitt mit Kümmernis.
Man kann entweder rechtzeitig für Nachwuchs sorgen oder aber die kahlen Stellen "untenrum" mit ensprechenden anderen Pflanzen bedecken, die aber dann ähnliche Wachstumsbedingungen brauchen wie die Kalanchoe. Kleinbleibende Echeverien oder Sedumarten könnten hier sehr schön aussehen.


