Wolfsmilch (dreikantige) - Wild West im Wohnzimmer
Euphorbia trigona
Dieses schöne Wolfsmilchgewächs stammt aus Mexiko und anderen trockenen Gebieten der USA. Charakteristisch sind ihre dreikantigen Stämme und die kleinen Blätter, die neben den Dornen an der ganzen Pflanze wachsen (was zeigt, dass sie zwar eine Sukkulente, aber keine Kaktee ist). Bei guten Standortbedingungen wächst sie sehr schnell und wird sowohl groß als auch breit. Das sollte man bei der Anschaffung der Pflanze unbedingt bedenken - weiß ich aus eigener Erfahrung. Aus einem kleinen Ableger wurde innerhalb kürzester Zeit eine recht große Pflanze.
Standort
Als ursprünglicher Wüstenbewohner hat die dreirippige Wolfsmilch kaum Ansprüche. Wenn sie hell steht - sehr gerne auch in direkter Sonneneinstrahlung - , kann sie sehr schnell wachsen. Stellt man sie an einen etwas lichtärmeren Platz, kann man ein zu starkes Wachstum etwas drosseln (wer das will...). Nur sollte ein Standortwechsel nicht zu schnell erfolgen. Trockene Heizungsluft verträgt sie sehr gut. Regelmäßigs Lüften tut ihr sehr gut, nur im Winter bei Frost sollte man sie vor eisiger (Zug-)Luft schützen.
Gießen & Düngen
Da die Wolfsmilch sehr schnell wächst, braucht sie vor allem im Sommer relativ viel Wasser. Es gibt ein sicheres Zeichen, dass die Pflanze mehr Wasser braucht: wenn ihre kleinen Blätter vertrocknen und abfallen. Vor allem wenn die Pflanze in einem sehr kleinen Topf wächst und wenig Wasser speichern kann sollte man auf regelmäßiges Gießen achten, idealerweise mit weichem Wasser.
Aufgrund ihres schnellen Wuchses braucht sie auch ab und zu etwas Kakteendünger, am besten mit dem Gießwasser geben. Im Winter die Dosis herunterfahren.
Sonstige Pflegemaßnahmen
Man sieht sehr schnell, wann Umtopfen erforderlich wird: meine wurde z.B. so groß, dass sie vom Fensterbrett herunterzufallen drohte. Jetzt steht sie in einem schweren und breiten Keramiktopf in der Küche auf dem Fußboden.
Zusätzlich habe ich einige kleine Seitentriebe und die abgeschnittene Spitze in kleine Töpfe mit Kakteenerde gesetzt. Achtung: die Stecklingserde sollte nur mäßig feucht sein, sonst faulen die jungen Triebe.

