Wüstenrose - sonnenhungrige Sukkulente
Adenium obesum
In Blumengeschäften werden manchmal "unechte" Wüstenrosen verkauft, also eine Wüstenrose, die auf einen Oleanderstamm gepfropft wurde, der die Wüstenrose schneller wachsen lässt und für mehr Blüten sorgt. Allerdings geht dadurch der eigentlich interessante Wuchs des Origianlstammes verloren.
Wir haben unsere Wüstenrose aus Samen gezogen, hier braucht man viel Geduld: es hat 5 Monate gedauert, ehe sich das erste Grün zeigte, aber dann wuchs sie schnell und bekam mit der Zeit auch den dicken Stamm.
Hinweis: die Wüstenrose ist giftig!
Standort
In ihrer Heimat Ostafrika lebt sie in einem Klima, wo es im Sommer viel regnet und im Winter sehr trocken ist - deshalb wächst die Wüstenrose bei uns auch von Frühjahr bis Herbst und legt im Winter eine Ruhepause ein, in der sie zugegebenermaßen recht unattraktiv ist... so ganz ohne Blätter. Sie lebt in dieser zeit von der nahrung, die sie in ihrem dicken Stamm gespeichert hat.
Stellen Sie Ihre Wüstenrose also das ganze Jahr über sehr hell und sonnig, je mehr Sonne sie bekommt, desto mehr blüten werden gebildet (= ab ans Südfenster!). Schon ein Baumschatten vor dem Fenster kann Auswirkungen auf die Blütenbildung haben.
Im Winter verträgt sie zwar Zimmertemperaturen, aber für eine "echte" Ruhepause sind 12-15°C günstiger.
Gießen & Düngen
Wie in ihrer Heimat braucht die Wüstenrose während der Wachstumszeit regelmäßig frisches Wasser, die Erde darf aber zwischendurch auch mal antrocknen. Wegen der besseren Wasserspeicherung sind Tontöpfe besser geeignet als Plastiktöpfe.
Beim Düngen gilt: gepfropfte Pflanzen bekommen alle 14 Tage einen handelsüblichen Blumendünger, bei einer "echten" Wüstenrose wird Kakteendünger verwendet.
Sonstige Pflegemaßnahmen
Leider ist die Wüstenrose sehr anfällig für Woll- und Schmierläuse. Am besten mit alkoholgetränktem Wattebausch abtupfen und dann gründlich feucht abwischen.

